Listen to the Kings

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www.sternsingerrap.at – Play it loud!

Weihrauch, Gold, Myrrhe … und ein fetter Sound.

Sternsinger/innen aus ganz Österreich performen ein Sternsingerlied der anderen Art: Die Heiligen Drei Könige rappen die Weihnachtsbotschaft der Geburt Christi und erzählen zum coolen Beat warum 85.000 Kinder jedes Jahr als Sternsinger/innen unterwegs sind, um mit den gesammelten Spenden die Welt ein wenig gerechter zu machen.

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Wer 2000 Jahre in aller Munde bleiben will, muss mit der Zeit gehen und sich immer wieder neu erfinden. MC Balthazar, Rhymemaster Caspar & Kingkool Melchior können davon ein Lied singen – vielmehr rappen.

In einem Eselstall sah ich JC von Nazareth Kein Bett aus Edelstahl, nur etwas trocken‘ Gras als Bett. Wir waren wie benommen – die neue Ära hat begonnen.*

So fängt die Geschichte, die uns Christ/innen seit 2000 in den Bann zieht, an: Ein kleines wehrloses Kind kommt– weil in der Herberge kein Platz war – in einem Stall zur Welt. Warum erzählen wir seit 2000 Jahren dieselbe Geschichte? Noch dazu eine, die sich seitdem millionenfach wiederholt hat und – leider immer noch – täglich wiederholt. Darum lohnt es jährlich, sich die Heiligen Drei Könige in Erinnerung zu rufen. Die Magier, oder Sterndeuter aus dem Osten besuchen das Kind und bringen ihm Geschenke. Sie geben keine Almosen, sondern ihre Gaben – Weihrauch, Gold und Myhrre – sind Geschenke für ein Königskind, Geschenke, die einem auf die Welt gekommenen Sohn Gottes zustehen.

Drum hört jetzt die frohe Kunde aus meinem Munde
Das ist uns’re Stunde, es geht in die nächste Runde*

Und die Weihnachtsbotschaft geht noch einen Schritt weiter: So wie das Kind in der Krippe Gottes Sohn ist, so sind alle Kinder – auch die ohne Rechte, ausgestoßen und in Armut auf die Welt kommen Gottes Töchter und Söhne. Und hier schlägt die Stunde der Nachfolger/innen der „Heiligen Drei“: Für all diese Kinder (und Jugendliche und Erwachsene) sind unsere Sternsinger/innen unterwegs. Und – wie ihre Vorbilder – verteilen auch sie mit den von ihnen gesammelten Spenden keine Almosen, sondern geben den Menschen, denen in Sternsingerprojekten damit geholfen wird, was ihnen zusteht – damit sie ihr Leben in Würde leben können.

Ich sing meine Lieder und du gibst mir Geld
Mit schmerzenden Gliedern retten wir die Welt!*

Die Sternsingerkids retten die Welt? Ist das nicht ein wenig zu dick aufgetragen? Mitnichten, denn: Nehmen wir zum Beispiel Anielka. Sie lebt in Ciudad Sandino, einer Stadt im Süden Nicaraguas. Für eine berufliche Ausbildung hat ihr immer das Geld gefehlt. Bei einer Partnerorganisation der Dreikönigsaktion macht sie jetzt eine Ausbildung zur Kassiererin und hat einen fixen Arbeitsplatz in Aussicht. Die Sternsingerspenden haben ihre Welt verändert. Und jetzt geht es weiter: Wer ein fixes Einkommen hat, muss nicht mehr um das tägliche Überleben kämpfen. In unseren Projekten zeigt sich, dass Menschen, die eine Ausbildung und Arbeit haben, sich vermehrt auch um jene kümmern, denen es nicht so gut geht. Die Menschen geben die Unterstützung, die sie bekommen haben, weiter. Sternsingen löst einen Schneeballeffekt aus und verändert so Millionen von Lebenswelten jener, denen die „Hilfe unter gutem Stern“ – direkt oder indirekt – zugutekommt.

Mit eurem Beitrag könnt ihr den Reichtum verteilen*

Wird das reichen, um Unrecht und Armut Geschichte werden zu lassen? Offen gesagt: Nein. Dazu wird es mehr brauchen. Eine lebenswerte Zukunft für alle kann es nur geben, wenn auch wir uns verändern. Wir müssen unseren Lebensstil hinterfragen, anpassen und müssen erkennen, dass wir als Menschheit eine große Familie sind, die füreinander und für die Schöpfung verantwortlich ist. Für eine Welt, in der Kinder ohne Angst vor dem Morgen aufwachsen können wird es unumgänglich sein, „unseren Reichtum zu verteilen“. Da werden wir alleine mit Spenden nicht auskommen. Es braucht neben einem gerechten Wirtschaftssystem auch Steuergerechtigkeit – Stichwort „Paradise Papers“. Da können wir Erwachsene unseren König/innen zur Seite stehen und lautstark für politische Veränderungen eintreten. Das wird noch ein harter Kampf werden.

Manchmal ist es easy und manchmal richtig hart Doch wir bleiben dabei, wir ziehn von Tür zu Tür Verbessern wir die Welt, kommt alle mit mit mir!*

Gusto auf www.sternsingerrap.at bekommen?

Horch hinein, werde zum DJ und bring den Song den Sternsinger/innen in deiner Pfarre näher, like und teile den Song auf Facebook, Instagram, Google+, Twitter, Youtube usw. – denn ob in altem oder neuem Gewand: die frohe Botschaft ist aktueller denn je!

christian.herret@dka.at

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Wer arm ist, ist auch faul?

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Die – schon ein paar Jahre alte – Umfrage ist mir wieder in die Hände gefallen: Wer arm ist, sei meistens auch faul und damit selber schuld, denkt fast die Hälfte der Jugendlichen in unserem Lande. Nur jeder fünfte glaubt, dass Armut auf Ungerechtigkeit in der Gesellschaft zurückzuführen ist. Viele Jugendliche sind demnach stark auf sich selber und den eigenen Erfolg konzentriert. Die Ergebnisse einer Studie der Jugendkulturforschung sind nicht besonders beruhigend. Aber wundert uns das wirklich?

„Leistung muss sich wieder auszahlen.“ Ohne über den tieferen Inhalt und die Wirkungen einer solchen Botschaft nachzudenken wurde dieser Slogan über viele Jahre hinweg von unzähligen Politikerinnen und Politikern als leere Floskel daher geplappert. Mit zweifelhaftem Erfolg: Das so oft geforderte Leistungsdenken dürfte bei vielen Jugendlichen stärker angekommen sein als beabsichtigt.

Rund um den Dreikönigstag ziehen Kinder und Jugendliche mit einer ganz anderen Botschaft von Haus zu Haus: Unsere Sternsingerinnen und Sternsinger singen und werben für anscheinend überholte Werte wie Solidarität und Nächstenliebe.

Beim Sternsingen machen sie die Erfahrung, dass es im Leben einen Wert darstellt, sich für etwas einzusetzen, wofür sie nicht materiell belohnt werden. In unserer leistungsorientierten Welt stellt dies für junge Menschen eine oft bereits „exotische“ Erfahrung dar. Aber wie viele exotischen Erfahrungen dienen gerade diese dazu ein Leben zu bereichern.

#stern17 – christian.herret@dka.at

Wer arm ist, ist auch faul?

Ich will die Welt nicht retten

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Wenn man bei einem Hilfswerk arbeitet, das Projekte in Entwicklungsländern unterstützt kennt man diese Frage zur Genüge: Bringt das überhaupt was? Angesichts von Hunger, Klimawandel, Wirtschaftskrisen und immer wiederkehrenden Naturkatastrophen hören wir immer wieder: Eure Unterstützung ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ändern tut sich sowieso nichts.

Meine Antwort darauf lautet: Ich will die Welt nicht retten! Ich bin weder so überheblich noch so wahnsinnig, dass ich mir das zutraue. Da sind schon ganz Andere gescheitert.

Aber wenn man es genau nimmt habe ich eigentlich etwas viel Größeres vor. Und ich bin damit in guter Gesellschaft. Jeder Mensch, der mit Unterstützung von Initiativen wie der Sternsingeraktion, der Caritas, Nachbar in Not, das Rote Kreuz oder wie immer sie alle heißen, sein Leben zum besseren wendet, hat seiner persönlichen kleinen Welt schon ein viel freundlicheres Gesicht verliehen. Und wenn wir diese Tropfen auf die heißen Steine wie Armut, Ausbeutung, Hunger und Naturkatastrophen zusammenzählen, dann kommt schon ein ordentlicher Regen dabei raus.

Ich weiß schon, das wird zwar nicht DIE Welt retten, aber Millionen von kleinen Welten! Und darauf kommt es doch eigentlich an.

#stern17 – christian.herret@dka.at

 

Ich will die Welt nicht retten

do they know it’s Christmas time?

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Do they know it’s christmas time? Mit diesem Lied haben Mitte der 1980er vierzig internationale Popstars einen der größten Weihnachtshits  aller Zeiten geschaffen.

Da geht es um arme Menschen in Afrika, die nichts zu essen haben und deren „Welt voller Angst und Schrecken ist“. Do they know it’s christmas time? Wissen die überhaupt, dass Weihnachten ist? Wir, die wir hier im Überfluss leben sollen ihnen das doch bitte erklären.

Jedes Jahr denke ich mir, dass da bezüglich Weihnachten da ein gröberes Missverständnis vorliegt. Zu Weihnachten feiern wir, dass Gott Mensch geworden ist. Aber er ist nicht zu den Reichen und Mächtigen gekommen, sondern inmitten der Armen und Ausgestoßenen – als einer von ihnen. Die ersten, denen seine Geburt verkündet wird und die zu ihm kommen sind die Hirten – die Outlaws, die kein zu Hause haben, die auf der untersten Stufe der Gesellschaft stehen.

Das hat mich an diesem Jesus immer besonders fasziniert: das er sich klar positioniert wessen Heiland er ist. Die Reichen und Mächtigen machen ihm erst zwei Wochen später ihre Aufwartung: Die Sterndeuter aus dem Osten, die später zu den Heiligen Drei Königen werden. Und wie alle Reichen und Mächtigen müssen sie einen weiten Weg auf sich nehmen um zum Gotteskind zu finden.

#stern17 – christian.herret@dka.at

 

do they know it’s Christmas time?